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11.12.2018
Netzwerkkonferenz: Optimierung des Kinderschutzes durch Verzahnung der Angebote

„Gemeinsam für den Kinderschutz" lautete der Titel einer Netzwerkkonferenz, die der Kreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier gemeinsam veranstaltet haben und die große Resonanz gefunden hat. Mehr als 170 Akteurinnen und Akteure aus der Region kamen in der Europäischen Rechtsakademie in Trier zusammen. Im Fokus stand das Thema „Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter".

 

Das Wohl der Kinder zu schützen und ihnen und ihren Familien auch in schwierigen Situationen Unterstützung und Hilfe zukommen zu lassen, ist eine Aufgabe, die höchste Sensibilität erfordert. Die Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg arbeiten in diesem Bereich seit 2009 intensiv zusammen. Zum zehnten Mal wurde jetzt die Netzwerkkonferenz durchgeführt, die vor allem als Forum in Sachen Kinderschutz unter der Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten dient. In der Konferenz sitzen die verschiedenen Akteurinnen und Akteure der Institutionen und Dienste aus Kreis und Stadt, die in diesem Bereich tätig sind, an einem Tisch - denn es gibt viele Schnittstellen. Eine Verzahnung der Hilfen bedeutet eine Optimierung des Kinderschutzes.

 

Die Herausforderungen für Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, würden zunehmen, sagte der Geschäftsbereichsleiter für Jugend und Soziales in der Kreisverwaltung, Joachim Christmann. Die Netzwerkkonferenz sei eine Plattform für den Austausch der Institutionen und Professionen. Dies sei nur möglich aufgrund der gewachsenen und guten Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Trier. Den Fachleuten dankte er für ihre engagierte Arbeit und ihre konstruktive Kooperationen. Elvira Garbes, Bürgermeisterin der Stadt Trier, freute sich über die rege Teilnahme an der Konferenz, die zeige, wie sehr sich das Format etabliert habe. Der Kinderschutz sei zwar originäre Aufgabe der Jugendämter, könne dort aber nicht alleine gestaltet werden. Notwendig sei das gebündelte Engagement der Akteurinnen und Akteure und die Überwindung institutioneller und interdisziplinärer Grenzen, was hier verwirklicht sei. Das Schwerpunktthema der Veranstaltung habe große Relevanz. Traumatisierungen bei Kindern könnten bis ins Erwachsenenalter hinein nachwirken.

 

Lydia Weyerhäuser aus Mainz, die eine Praxis für Psychotherapie und Coaching hat, referierte zum Thema. Anschaulich und aus der Praxis heraus stellte sie die verschiedenen Formen von Traumatisierungen und die Folgen dar. Danach wurden den Konferenzteilnehmer/innen Vertiefungsforen angeboten, in denen interdisziplinär zum Bereich Traumatisierungen gearbeitet wurde.

 

Für den Kinderschutz ist entscheidend, dass die Beteiligten, die mit Kindern zu tun haben, sich in den eng austauschen. Denn dann können Warnsignale beim Kind, die häufig auf Überlastungssituationen der Familien zurückzuführen sind, besser eingeschätzt werden. Auch die Einleitung von Hilfsmaßnahmen und Unterstützungsleistungen können so besser koordiniert werden.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Netzwerkkonferenz kamen unter anderem aus der Jugendhilfe, von den Beratungsstellen, den Jugendämtern, dem Gesundheitsamt, den Ausländerbehörden, von Kitas und Schulen, von Familienzentren und dem Frauenhaus, dem Klinikum Mutterhaus, von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Polizei, dem Bischöflichen Generalvikariat Trier und der Universität. Außerdem nahmen Vertreter der Ärzteschaft, Hebammen und Psychotherapeuten an der Konferenz teil.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen mit auf den Weg, welche Möglichkeiten und Kompetenzen die anderen Professionen bieten - aber auch welche Grenzen jeweils damit verbunden sind. Durch die Kooperation haben die Akteurinnen und Akteure den Blick auf das Ganze und können auch dazu beitragen, die Vernetzung effektiv zu gestalten, ohne dass beispielsweise Doppelstrukturen entstehen.

 

Die gemeinsame Netzwerkarbeit von Stadt und Kreis, die durch Angelika Mohr beim Kreisjugendamt und Johanna Ginter bei der Stadt Trier koordiniert wird, beweist einmal mehr, dass die Bedürfnisse der Familien in der Region sehr ernst genommen werden.

 

Und dazu gehören auch die ganz besonderen Bedürfnisse, die eintreten können, wenn die Situation in den Familien - bedingt durch vielfältige Ursachen - schwierig wird. Dass es für die Betroffenen einen Ausweg aus diesen Situationen gibt, ist das Anliegen der Fachleute und ihrer Zusammenarbeit. Und ein weiteres Anliegen ist es sicherlich, die Konflikte erst gar nicht aufkommen zu lassen, sondern sie schon im Vorfeld zu erkennen und entsprechend handeln zu können.

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