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13.11.2020
Landräte fordern Reaktivierung der Hunsrückquerbahn

Brief an Minister Wissing / Bürgerfreundlicher ÖPNV

Die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn ist ein gemeinsames Anliegen der Landräte der Kreise Trier-Saarburg, Rhein-Hunsrück, Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich und Bad Kreuznach. Sie haben sich daher mit einem Schreiben an Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing in Mainz gewandt. Darin bitten sie um ein um ein Gespräch, um die notwendigen Schritte einer Reaktivierung zu erörtern.

„Die Bürgerinnen und Bürger des Hunsrücks haben einen Anspruch auf gleichwertige Lebensbedingungen“, schreiben die Landräte Günther Schartz (Trier-Saarburg), Gregor Eibes (Bernkastel-Wittlich), Bettina Dickes (Bad Kreuznach), Dr. Matthias Schneider (Birkenfeld) und Dr. Marlon Bröhr (Rhein-Hunsrück). Dazu gehöre auch eine moderne Verkehrsanbindung, die zwingend eine leistungsfähige Schienenanbindung beinhalte.

Die Landräte fordern deshalb die Landesregierung auf, die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn auf der vollständigen Strecke von Langenlonsheim über Simmern, den Flughafen Hahn und Morbach nach Hermeskeil und zurück so schnell wie möglich umzusetzen und damit einen wettbewerbsfähigen und bürgerfreundlichen, schienengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr zu ermöglichen. Das Projekt würde im Einklang mit den von der Landesregierung im Entwurf des neuen Nahverkehrsgesetzes definierten Zielen zur Schaffung zusätzlicher Mobilitätsangebote über alle Verkehrsträger hinweg stehen und darüber hinaus einen wichtigen infrastrukturellen Beitrag zur Stärkung des ländlichen Raumes sowie zum Klimaschutz leisten, heißt es in dem Brief. Die Landkreise hätten in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um in Anlehnung an das ÖPNV-Konzept Nord den straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr auszubauen. Die reaktivierte Schienenverbindung von Langenlonsheim bis Hermeskeil würde diese Angebote unterstützen und stärken, zumal sie auch den Verkehrsknotenpunkt Flughafen Hahn einschließt.

Das zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Bahn vereinbarte 86 Milliarden Euro schwere Modernisierungsprogramm #StarkeSchiene könne gegebenenfalls bei der Finanzierung einen gewichtigen Beitrag leisten, so der Vorschlag der Landräte.

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