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09.09.2020
Integratives Schulprojekt in Schweich: Neubau für eine besondere Lernatmosphäre / Richtfest

Das Integrative Schulprojekt (ISP) in Schweich ist derzeit eines der umfangreichsten Bauprojekte im Landkreis Trier-Saarburg. Die Arbeiten für diesen gemeinsamen Neubau der Treverer Schule, die sich bis zur Fertigstellung noch in der Trägerschaft der Stadt Trier befindet, und der Schweicher Grundschule liegen voll im Zeitplan. Am letzten Freitag konnte gemeinsam mit Vertretern der Schulen sowie weiterer Einrichtungen und den für den Bau Verantwortlichen sowie mit Gästen aus der Politik das Richtfest gefeiert werden.

Mit dem Fest, an dem rund 200 Gäste teilnahmen, sollte die Arbeit aller Beteiligten sowie der Planer gewürdigt werden. Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich, Christiane Horsch, Vorsteherin des Zweckverbandes, sowie Landrat Günther Schartz konnten unter anderem die Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Stefanie Hubig, und den Staatssekretär des Landesumweltministeriums, Dr. Thomas Griese, begrüßen.

Das Schulprojekt entsteht in gemeinsamer Trägerschaft des Landkreises Trier-Saarburg für die Treverer-Schule (Förderschule) und der Verbandsgemeinde Schweich für die Grundschule. Das umfangreiche Bauvorhaben ist dem Gedanken der Inklusion verpflichtet. Rund 460 Kinder werden später in der gemeinsamen Bildungseinrichtung unterrichtet.

Das Gebäudeensemble umfasst fünf Bauteile, davon einen Gemeinschaftsbereich mit Mensa und Mehrzweckräumen, zwei Unterrichtsgebäude, ein Therapiebad und eine Drei-Feld-Sporthalle. Eine „Schulstraße" verläuft wie eine Achse zwischen den Gebäuden, verbindet die verschiedenen Bereiche und vereinfacht die Orientierung. Auch der Außenbereich wird auf den Förderbedarf der Treverer Schule mit dem Schwerpunkt motorische Entwicklung angepasst. So entstehen dort beispielsweise Räume für Erholung, Bewegung oder Naturwahrnehmung. Profitierten davon können die Kinder und Jugendlichen beider Schulen.

Investition in Bildung

Während des Festaktes sagte Christiane Horsch: „Für uns ist das Projekt eine Herzensangelegenheit und wir sind stolz auf den gelebten Gedanken der Inklusion in zwei unterschiedlichen Schularten unter einem Dach. Wir erhoffen uns in einem freundlichen, innovativen und offenen Gebäude ohne Schranken für Alle ein gesundes Lernen, das Spaß macht! Wir haben Engagement und Mut gezeigt, neue Wege in der Schullandschaft zu gehen." Auch Landrat Günther Schartz hob die Einzigartigkeit des Projektes heraus. Die Schule habe mit ihrem inklusiven Ansatz Modellcharakter in pädagogischer Hinsicht. Und auch in technischer Hinsicht werde sich das Gebäude durch eine Eisspeichertechnologie hervorheben. Die besondere Qualität schlage auch kostenmäßig zu Buche. Allerdings sei es eine Investition in Bildung und damit in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler. Die Möglichkeiten und Chancen, die ihnen hier vor allem in dem gelebten Miteinander gegeben werden, würden die Kosten rechtfertigen.

Innovativ und zukunftsweisend

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sagte: „Das Schulbauprojekt in Schweich ist innovativ, integrativ und zukunftsweisend dafür, wie Schule baulich und sozial neu gedacht werden kann. Die Landesregierung begrüßt und unterstützt die Idee von Anfang an. Im Rahmen des Schulbauprogramms 2019 wurden bereits 2,5 Millionen Euro Landesförderung bewilligt. Mit dem heutigen Richtfest ist jetzt eine wichtige Etappe genommen. Ich bedanke mich bei allen, die das möglich gemacht haben und freue mich auf einen Besuch, wenn alles fertig ist." Auch der Staatssekretär trat vor das Mikrofon: „Es ist ein erklärtes Ziel unserer Klimaschutzpolitik, den Energiebedarf von Gebäuden zu verringern. Dieser Schulkomplex zeigt, wie die Energiewende vorangebracht werden kann und wie sie das Land mit umweltgerechten Investitionen nachhaltig gestaltet. Das geplante System mit Eisspeicher, Wärmepumpen sowie Luft- und Wärmekollektoren vereint die Vorteile effizienter und regenerativer Heizsysteme mit einem kostengünstigen Energiespeicher. Gegenüber einem vergleichbaren Gebäude können hier rund 28 Prozent CO2 eingespart werden. Das Integrative Schulprojekt Schweich ist insoweit ein wichtiges Demonstrationsvorhaben und setzt mit seinen Merkmalen Maßstäbe."

Alle Ehrengäste verewigten sich mit ihrer Unterschrift und guten Wünschen in einer Zeitkapsel, die symbolisch in einer Wand in der künftigen Sporthalle eingemauert wurde.  Den Richtspruch verkündete aus luftiger Höhe Günther Steffens von der Firma Esser Bedachungen.

Nachdem im August 2019 mit den Bauarbeiten begonnen worden ist, steht ein Jahr später bereits der Rohbau für das gesamte Gebäudeensemble. Für das Therapiebad sowie eines der Unterrichtsgebäude sind auch die Dachdichtungsarbeiten bereits abgeschlossen. Der Bau befindet sich also voll im Zeitplan. Derzeit beginnt der Einbau der Fenster sowie die Verklinkerung der Fassade. Ab Herbst werden die Ausbaugewerke wie zum Beispiel die technische Gebäudeausrüstung und die vielfältigen Innenarbeiten sukzessive folgen. Insgesamt sieht der Zeitplan für die Arbeiten rund drei Jahre vor. Demnach sollen die Gebäude nach der derzeitigen Planung im Sommer 2022 bezugsfertig sein, so dass der Umzug der Treverer-Schule und der Grundschule Schweich in die neuen Schulgebäude dann in den Sommerferien erfolgen könnte.

Die Eisspeichertechnologie, die für die Energieversorgung eingebaut wird, ist innovativ. Dabei wird Energie mittels Luft-Wärme-Kollektoren, die auf dem Dach installiert werden, gewonnen und mittels Wärmepumpen im gesamten Schulkomplex zur Verfügung gestellt. Die Anlage wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 50 Prozent der Kosten, aktuell also mit rund 700.000 Euro, gefördert.

Kosten rund 41 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich derzeit auf rund 41,2 Millionen Euro. Damit übersteigt das Projekt die in 2017 berechneten Kosten von rund 39,3 Millionen Euro aktuell um etwa 1,9 Millionen Euro, also knapp 5 Prozent. Dabei sind zum jetzigen Zeitpunkt rund 70 Prozent des gesamten Bauvolumens beauftragt.  Die Kostensteigerung ist hauptsächlich auf die in den vergangenen drei Jahren erheblich gestiegenen Baupreise zurückzuführen. Die bewilligte Schulbauförderung des Landes liegt bei rund 13,8 Millionen Euro und damit bei gut einem Drittel der Gesamtkosten.

An den Kosten des Landkreises Trier-Saarburg für den Bau und den späteren Betrieb der Förderschule beteiligen sich die Stadt Trier, der Landkreis Bernkastel-Wittlich und der Eifelkreis Bitburg-Prüm, da auch zahlreiche Kinder aus diesen Kommunen die Förderschule besuchen werden. Der Kostenanteil richtet sich nach der  jeweiligen Zahl der Schüler aus der Stadt und den Kreisen.

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