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08.10.2018
Diskussion in der Kreisverwaltung: Die Gesellschaft benötigt die Potentiale der Jugendlichen

Die Inhalte des aktuellen Kinder- und Jugendberichtes des Bundes standen in der Kreisverwaltung im Fokus. Fachkräfte der Jugendhilfe aus dem Kreis und politische Entscheidungsträger/innen waren der Einladung des Referates Jugendpflege und Sport des Kreisjugendamtes zu einer Informationsveranstaltung gefolgt.

Professor Wolfgang Schröer von der Universität Hildesheim stellte das Werk mit dem Titel  „Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland – Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten – Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter" vor. In der Diskussion wurden auch Bezüge zur Situation im Landkreis Trier-Saarburg hergestellt.

 Kreisbeigeordnete Jutta Roth-Laudor unterstrich in ihrer Begrüßung, dass die Veranstaltung die bisherigen jugendpolitischen Dialoge im Landkreis weiter fachlich untermauern soll. Es gehe darum, der dezentralen Jugendarbeit im Landkreis auch eine dezentrale Jugendpolitik an die Seite zu stellen. Die Jugend, so die Kreisbeigeordnete, sei das Lebensalter, in dem viele Weichen für das weitere Leben gestellt werden. Es sei mehr als eine Phase der Qualifizierung, sondern auch eine Zeit der Selbstpositionierung und der Verselbständigung, was auch der Kinder- und Jugendbericht des Bundes herausgearbeitet habe. Dies bedeute auch das Zulassen von Umwegen, Experimenten, Sprüngen und Neuanfängen.

Wie erfolgreich junge Menschen die Herausforderungen meisterten, denen sie in einem rasanten gesellschaftlichen Wandel gegenüberstehen, hänge auch von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab, so Roth-Laudor. Das örtliche Gefüge bestimme die Möglichkeiten und die Begrenzungen der sozialen Teilhabe von Jugendlichen. Die Politik auf allen Ebenen sei gefordert, sich der gesellschaftlichen Verantwortung für die Jugend neu zu vergewissern und förderliche Rahmenbedingungen und ausreichende Ressourcen zu schaffen. Eine jugendgerechte Gesellschaft und Gemeinschaft, in der junge Menschen ihren Platz und ihre gerechte Teilhabe finden, entstehe in den Kommunen, denn hier lebten die Jugendlichen mit ihren Familien, hier gestalteten sich ihre Lebenswelten. Eine gute Jugendpolitik der Kommunen sei eine gute Politik sowohl für die Zukunft der jungen Menschen als auch für die Zukunft der Städte und Dörfer, der Verbandsgemeinden und des Landkreises. Die Gesellschaft und damit auch der Kreis benötigten die Jugend, ihre Ideen, ihr Engagement und ihre Potentiale. Die Jugendarbeit leiste als Motor dieses Gestaltungsprozesses einen wichtigen Beitrag.

Professor Wolfgang Schröer sagte, dass  - anders als die Kindheit -  die Jugend in den letzten Jahrzehnten von der Politik kaum als eigenständige Lebensphase wahrgenommen worden sei. Es würden zu wenig jugendpolitische Initiativen gestaltet, die Vertrauen in die kommende Generation signalisieren, sondern eher werde fast überall Druck zu mehr Selbstoptimierung aufgebaut. Der Referent plädierte dafür, mehr Jugend fernab von Leistungsoptimierung zu ermöglichen. Er konstatierte, dass die Jugend immer weniger die Möglichkeit habe, sich in Einrichtungen der offenen Jugendarbeit zu qualifizieren, da es davon statistisch gesehen immer weniger gebe und auch qualifizierte Fachkräfte der Jugendarbeit immer weniger zur Verfügung stehen würden. Der Kinder- und Jugendbericht mache deutlich, dass sich im Jugendalter die politische und soziale Positionierung in der Gesellschaft zeige. Kinder- und Jugendarbeit sei ein zentraler Lebensort, aber vielerorts unterschiedlich anerkannt und ausgestattet, monierte der Referent. Es komme hinzu, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in der Jugendpolitik nicht auftauchen würden. Ähnliches gelte für junge Menschen, die als Geflüchtete hier leben.

Für Fragen zum Thema steht die Referatsleitung Jugendpflege und Sport, Bettina Krüdener, zur Verfügung, Kontakt: Tel. 0651-715-386; Maill: bettina.kruedener@trier-saarburg.de.

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