Schriftgröße:
A
A
A
Logo
Suche:

Familie


Kreisverwaltung
Trier-Saarburg
Willy-Brandt-Platz 1
54290 Trier
Tel  (0651) 715 - 0   
Fax (0651) 715 - 200


Sprechzeiten:
Bürgerbüro &
Fachämter:
Aktuell für
Publikumsverkehr
geschlossen

Besuche nur
nach vorheriger
Anmeldung
(Telefon/Mail)

Home

Zur Newsübersicht Zum Newsarchiv
11.02.2015
Karneval: Keine Auszeit für den Jugendschutz

Die närrische Zeit ist oft mit Feiern im Freundes- und Bekanntenkreis verbunden. Die Gemeinden locken mit ihren Umzügen viele Besucher an, um ausgelassen zu feiern. Das ist gut so und soll auch so sein. Leider zeigt die Erfahrung der letzten Jahre aber auch, dass der Trend eines zunehmenden Alkoholkonsums von immer jüngeren Kindern und Jugendlichen sich gerade am „Weiberdonnerstag" und Rosenmontag besonders problematisch erweist.

Dies nicht zuletzt deswegen, weil ein insgesamt häufig nachgiebiger Umgang mit konsumierenden Jugendlichen an den Karnevalstagen verstärkt auftritt. Dabei sollte allen klar sein: Alkohol gehört auch in der Fastnachtszeit nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren. Fastnacht ist keine Auszeit für den Jugendschutz! Das Jugendschutzgesetz verbietet die Abgabe und die Gestattung des Verzehrs von Alkohol jeglicher Art für Jugendliche unter 16 Jahren. Zwischen 16 und 18 Jahren ist lediglich die Abgabe und der Verzehr von Bier, Biermischgetränken, Wein, Weinmischgetränken, Viez und ähnlichem erlaubt. Branntweinhaltige Getränke, zu denen auch die populären „Alkopops" gehören, dürfen ausschließlich an Erwachsene abgegeben und von ihnen verzehrt werden. Diese Tatsache ist vielen nicht bewusst, teilweise wird sie aber auch einfach ignoriert.

Die in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtbaren Exzesse von Jugendlichen können auch in deren eigenem Interesse nur eingedämmt werden, wenn alle - Eltern, Gewerbetreibende und die Jugendlichen selbst - jeweils in ihrem Verantwortungsbereich mithelfen.

Die Eltern werden gebeten mit Ihren Kindern über die möglichen Konsequenzen missbräuchlichen Alkoholkonsums und den Jugendschutz zu sprechen. Es geht darum sich selbst und die Kinder zu sensibilisieren. Vereinbart werden sollte auch, dass vor allem an Weiberdonnerstag kein Alkohol in die Schule „ geschmuggelt" wird - Alkohol für unter 16-jährige muss Tabu sein. Der Appell richtet sich auch an Gewerbetreibende und Gastwirte: Entscheidend ist, dass der Jugendschutz auch in der Fastnachtszeit ernst genommen wird, um so die Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag zu unterstützen. Schließlich sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesprochen, Verantwortung untereinander zu übernehmen. Alkohol sollte nicht an Bekannte oder Freunde weitergegeben werden, wenn diese das dazu notwendige Alter noch nicht haben oder sie bereits erkennbar betrunken sind. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz stellen Ordnungswidrigkeiten dar und werden mit einem Bußgeld belegt. Schließlich sind alle Erwachsenen aufgefordert, nicht wegzusehen. Jugendschutz kennt keine Auszeit und geht alle an!

Bei Fragen zum Thema Jugendschutz stehen die folgenden Stellen zur Verfügung:

- Jugendamt des Landkreises Trier-Saarburg, Tel.: (06 51) 7 15-331, oder E-Mail: jugendschutz@trier-saarburg.de

- Marc Powierski, Beauftragter für Jugendsachen bei der Polizeidirektion Trier, Tel.: (06 51) 97 79-30 20, oder E-Mail: marc.powierski@polizei.rlp.de.

 

 

Breitbandausbau Trier-Saarburg VRT Beschwerdesystem ART VRT KVHS WFG