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25.05.2012
Kita!Plus: Bessere Abstimmung gewünscht

Das neue Programm der Landesregierung „Kita!Plus“ wird von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg inhaltlich grundsätzlich begrüßt. Allerdings sei das Verfahren kritisch zu sehen, so Landrat Günther Schartz. Das Programm werde den Einrichtungen und auch dem Jugendamt übergestülpt. So habe es vorab keine Rückkopplung mit den örtlichen Ebenen gegeben. Außerdem sei die Finanzierung der einzelnen Programmpunkte fraglich.

 

Das Programm „Kita!Plus“, das jetzt von Familienministerin Irene Alt vorgestellt worden ist, zielt auf die weitere Qualitätssteigerung der Kindertagesstätten ab. Unter anderem geht es dabei um den Aufbau von Netzwerken der Familienbildung, um eine stärkere Elternbeteiligung und um die gezielte Fortbildung des Kita-Personals.

 

Kein guter Zeitpunkt

 

Die Kindertagesstätten seien momentan sehr stark mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs für unter dreijährige Kinder und den damit verbundenen Erweiterungen, Baumaßnahmen und organisatorischen Veränderungen befasst und personell stark ausgelastet. Daher sei es schwierig das Programm zu diesem Zeitpunkt zu starten, verdeutlicht der Landrat. Skeptisch zeigt er sich auch bezüglich der Finanzierung des Projektes. So soll die einzelne Kindertagesstätte beispielsweise für den Programmpunkt „Kita im Sozialraum“ jährlich 20.000 Euro erhalten. Für eine dafür sicher zusätzlich notwendige personelle Ausstattung, Materialanschaffungen usw. werde diese Förderung aber wahrscheinlich nicht ausreichen oder sei sehr begrenzt.

 

Überhaupt hätte er erwartet, dass vor der Aufstellung eines neuen Programms die Finanzierung der Kindertagesstätten durchsichtiger gestaltet oder sogar reformiert worden wäre. Sie stelle sich durch die Beteiligung von Land, freien Trägern, Kreis, Städten und Ortsgemeinden, teilweise noch notwendigen Elternbeiträgen und unterschiedlichen Fördersätzen sehr kompliziert dar.

 

Außerdem sei in diesem Zusammenhang erneut darauf hinzuweisen, dass immer mehr Kosten beim Kreis und den Kommunen hängenbleiben würden. „Der Dschungel der Kindergartenfinanzierung, der für jede Angebotsvariante in der Kita eine eigene Finanzierungsvariante vorsieht, muss dringend durchforstet werden“, so Schartz. Die dringend notwendige und seit zwei Jahren anstehende Revision der Kita-Finanzierung hätte seiner Meinung nach jetzt ebenfalls gemacht werden müssen.

 

Gesamtsicht fehlt

 

Grundsätzlich fehle ihm bei dem „Kita!Plus“-Programm außerdem die Gesamtsicht auf die Dinge, so der Land-rat. So seien in zahlreichen Kindertagesstätten im Kreis Trier-Saarburg einzelne Punkte des „Kita!Plus“-Programms bereits in Ansätzen vorhanden oder sogar noch stärker umgesetzt. In Sachen Elternbeteiligung sei beispielsweise auf die zahlreichen Fördervereine zu verweisen. In den meisten Kitas gebe es darüber hinaus in vielfältiger Form sehr konkretes elterliches Engagement, auf das man möglicherweise hätte aufbauen können, ohne aufwändige neue Programme zu erstellen. Für betroffene Familien gebe es als weiteres Beispiel bereits in einigen Einrichtungen Sprechstunden und niedrigschwellige Beratungsangebote, die in die Richtung „Kita im Sozialraum“ gehen. Auch in diesem Bereich hätte effektiver angesetzt werden können, wofür allerdings die Abstimmung vor Ort notwendig gewesen wäre.

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