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Saargau-Verkehr: Lösung ist gefunden - Firma Saarfürst-Reisen übernimmt Betrieb der Buslinien Die Firma Saarfürst-Reisen aus Merzig wird ab 1. Juli den Betrieb der Buslinien im Bereich des Saargaus übernehmen. Der Kreis hat das Unternehmen im Rahmen einer „Notvergabe“ mit der Aufnahme der Saargau-Verkehre beauftragt. Damit ist sichergestellt, dass die Saargau-Busse auch weiterhin in der gewohnten Form fahren können. Landrat Günther Schartz und die für das Unternehmen Bevollmächtigte Claudia Schulligen-Maslo unterschrieben jetzt den entsprechenden Vertrag.
Bislang hatte die Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft die Linien auf dem Saargau betrieben. Das Unternehmen hatte jedoch aus wirtschaftlichen Gründen bei der Genehmigungsbehörde - dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) - den Antrag auf eine vorzeitige Entbindung der Betriebspflicht gestellt, die eigentlich noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres gelaufen wäre. Der LBM hat die Moselbahn zum 30. Juni vorzeitig von der Betriebs- und Beförderungspflicht entbunden.
Der Kreis als Träger der Schülerbeförderung hatte von Anfang an zugesagt, dass die Busse im Bereich des Saargaus auch weiterhin fahren werden. Daher wurden Gespräche mit dem LBM und mit mehreren Verkehrsunternehmen geführt, um eine Lösung zu finden. Verhandelt wurde dabei unter anderem mit der Firma Saarfürst-Reisen, die auch ab dem 1. Januar 2013 neuer Konzessionsinhaber der Saargau-Linien ist. So hatte die Moselbahn schon im vergangenen Jahr angekündigt, die ohnehin bis zum 31. Dezember auslaufenden Genehmigungen für diese Linien nicht mehr neu zu beantragen.
Die zeitliche Lücke zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2012 ist nun durch die „Notvergabe“ an die Firma Saarfürst-Reisen überbrückt. Damit ist gewährleistet, dass die Busse zu den Schulen und Kindergärten auch in dieser Zeitspanne uneingeschränkt fahren werden. Dabei geht es um die Schulstandorte Saarburg, Freudenburg, Wincheringen, Taben-Rodt und Nittel sowie um die Kindergartenstandorte Saarburg, Irsch, Freudenburg, Wincheringen, Nittel, Palzem und Wellen.
Im Rahmen der „Notvergabe“ wird der Kreis dem Verkehrsunternehmen die Einnahmeausfälle kompensieren, die unter anderem durch die Anfang Juli beginnenden Sommerferien und den dadurch fehlenden Schülerverkehr entstehen. Außerdem werden von Seiten des Kreises Kosten übernommen, die dem Unternehmen durch die kurzfristige Betriebsaufnahme entstehen. Ab dem 1. Januar wird die Firma Saarfürst-Reisen die Saargau-Linien, für die sie dann die Konzession hat, eigenwirtschaftlich betreiben. Der LBM hat der Firma die Genehmigung für den Betrieb dieser Linien für acht Jahre erteilt. Diese Genehmigung beinhaltet auch die Betriebs- und Beförderungspflicht für diese Zeitspanne. |
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