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06.10.2017
IGS: Sanierungsausschuss hat Arbeit beendet

Über lange Zeit hinweg war die Sanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Hermeskeil ein großes Thema. Grund dafür war die Belastung des Schulgebäudes mit Polychlorierten Biphenylen (PCB). Umfangreiche Bauarbeiten waren notwendig, um die Werte herunterzufahren und um dauerhaft optimale Messergebnisse zu erlangen. Dieses Ziel ist nun erreicht. Damit ist auch die Arbeit des Sanierungsausschusses, der das Projekt begleitete, abgeschlossen.

 

Im Jahr 2009 wurden zunächst in der damaligen Erich-Kästner-Realschule im Schulzentrum Hermeskeil erhöhte PCB-Belastungen festgestellt. Dabei handelt es sich um Arbeitsstoffe, die unter anderem als Weichmacher in Kunststoffen verwendet und bis Ende der 80er Jahre eingesetzt wurden. Die Schule befand sich damals noch - ebenso wie die benachbarte Hauptschule - in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde Hermeskeil. Der Kreis war als Kostenträger für die Realschule zuständig. Als die Schadstoffbelastung auftrat, sprach sich der Kreis direkt dafür aus, die Verbandsgemeinde bei der Sanierung zu beraten und zu unterstützen. In diesem Sinne gab es auch von Anfang an seitens des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung die Empfehlung, das gesamte Schulzentrum zu sanieren, da die Gebäude der Hauptschule baugleich mit der Realschule waren.

 

Es wurde ein Sanierungsausschuss gebildet, der sich aus Vertretern der Schule, der Elternschaft, des Schulträgers, der Verbandsgemeinde, des Gesundheitsamtes, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Unfallkasse und der SGD Nord zusammensetzte. Die Sanierungsarbeiten wurden eng von dem Ausschuss begleitet. Alle Baumaßnahmen, Aktivitäten und Messergebnisse wurden in dem Gremium erläutert und diskutiert. „Es ist als Erfolg für alle Beteiligten zu werten, dass die Tätigkeit des Sanierungsausschusses jetzt beendet ist. Dies bedeutet, dass die PCB-Belastung endgültig behoben ist“, so Landrat Günther Schartz. Dies bestätigen die Raumluftmessungen: In allen Klassenräumen wird der festgelegte ehrgeizige Sanierungszielwert (300 Nanogramm pro Kubikmeter) unterschritten.

 

Die PCB-Sanierung war eine enorme Herausforderung, weil sie auch in Einklang zu bringen war mit den pädagogisch notwendigen Umbauten des Schulgebäudes in Zusammenhang mit der Einrichtung der IGS, die ab 2010 aus der Realschule und der Hauptschule hervorgegangen ist. Mit der Einrichtung der IGS übernahm der Kreis auch die Schulträgerschaft von der Verbandsgemeinde. Eine Integrierte Gesamtschule unterscheidet sich vom Raumprogramm ganz erheblich von den beiden vorausgegangenen Schulformen. Die Gebäude des Schulzentrums mussten durch die notwendige Kernsanierung ohnehin schon in Teilen in den Rohbauzustand versetzt werden, da alle kontaminierten Bauteile wie Decken, Wandverkleidungen, Mineralfaserplatten, Fugen und Leitungen ausgebaut und entsorgt werden mussten. Durch die pädagogischen Anforderungen der Gesamtschule waren im Gebäude umfangreiche Umbauarbeiten notwendig – neben den Klassenräumen wurden zusätzliche Verwaltungsräume, eine Bibliothek und Mensa sowie Lehrerstützpunkte benötigt. Außerdem wurde die IGS im Zuge der Arbeiten auch energetisch und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Alle Baumaßnahmen in der IGS haben mit rund 15 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Davon entfielen auf das Sanierungspaket, das neben der PCB-Sanierung auch den Brandschutz und die energetische Erneuerung umfasste, rund 8 Millionen Euro.

 

Im Zuge des nun endgültigen Abschlusses der Sanierung bedankte sich der Landrat für die immer konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – dazu gehöre neben dem Sanierungsausschuss auch das Umweltbüro Dr. Egbert Adam aus Nonnweiler und Serrig, das die Sanierung geleitet habe. Seinen Dank richtete er außerdem an die Schulleitung, die Lehrkräfte sowie die Schüler und Eltern. Sie alle hätten in der Bau- und Sanierungsphase räumliche Einschränkungen mit dem Verzicht auf Klassen- und Fachräume hinnehmen und sich auch manches Mal behelfen müssen. Gemeinsam habe man es geschafft, das auch in die Jahre gekommene Schulgebäude so umzubauen, dass hinsichtlich der PCB-Belastung das Sanierungsziel erreicht worden sei und dass es zusätzlich attraktiv und zukunftsorientiert umgestaltet werden konnte.

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