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09.02.2018
Hebammenzentrale soll auf den Weg gebracht werden

m Rahmen eines Runden Tisches, der sich mit der Hebammenversorgung vor Ort befasst, wurde jetzt das Konzept einer Hebammenzentrale in der Region Trier beschlossen. Mit der Zentrale soll eine Arbeitsoptimierung für die freiberuflich tätigen Hebammen erreicht werden, so dass im Landkreis Trier-Saarburg und der Stadt Trier auch bisher unterversorgte Familien und werdende Mütter betreut werden können. Das Konzept wird nun in einem weiteren Schritt in den Gremien des Kreises und der Stadt beraten, denn dort muss die definitive Umsetzung beschlossen werden.

 

Der Runde Tisch wurde Ende des vergangenen Jahres unter Federführung des Kreises und der Stadt Trier gegründet mit dem Ziel, Möglichkeiten zu finden, um gegen die unzureichende Versorgung mit Hebammen in der Region Trier anzugehen. Außerdem war eine Fachtagung zum Thema durchgeführt worden. Ganz unterschiedliche Gründe führen dazu, dass es in der Region erfreulich viele Geburten, aber zu wenige Hebammen gibt, so dass nicht alle (werdenden) Mütter auf die Betreuung durch eine Hebamme setzen können. Die Versorgung mit Hebammen ist zwar nicht Aufgabe der Kommunen, aber im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge widmen sich die Stadt und der Kreis diesem Thema. In der Fachtagung hatten Landrat Günther Schartz und Bürgermeisterin Angelika Birk signalisiert, dass der Landkreis und die Stadt Trier tragfähige Lösungen im Sinne der Mütter und Familien unterstützen wollen. So finanzieren Stadt und Kreis auch bereits seit 2016 einen Hebammennotdienst, der allerdings nur zeitlich befristet sinnvoll und keine endgültige Lösung ist.

 

Der Runde Tisch ist besetzt mit den Beteiligten von Stadt und Kreis, mit Vertretern der Hebammen, des Vereins Mother Hood, der Geburtsklinik Mutterhaus, der Krankenkassen, der Hochschule Trier sowie der Beratungsstellen. Das Thema wurde von den Experten sehr konstruktiv diskutiert und der Beschluss, die Hebammenzentrale auf den Weg zu bringen einvernehmlich gefällt.

 

Mit der Hebammenzentrale soll das Problem der Unterversorgung dauerhaft in den Griff bekommen werden. Das Kon-zept sieht eine Zentrale vor, in der eine softwareunterstützte Vermittlung erfolgen kann. Die Zentrale würde in dieser Form einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Kapazitäten bedeuten. Die dadurch gewonnenen Freiräume könnten die Hebammen einsetzen, um mehr (werdende) Mütter zu betreuen. Die Einrichtung soll mit einer Hebamme besetzt sein, so dass auch eine fachlich fundierte Beurteilung bezüglich des Bedarfs und der Dringlichkeit möglich ist. In Akutfällen könnte die Hebamme telefonisch fachlich beraten oder eine Weitervermittlung an entsprechende Fachstellen anbieten. In der Hebammenzentrale soll auch eine Sprechstunde eingerichtet werden, in der Frauen fachkompetenten Rat und Unterstützung erhalten können. Auch andere Fachkräfte und Institutionen, die mit Familien arbeiten, könnten sich an die Hebammenzentrale wenden.

 

Das Konzept wurde mit dem Hebammenkreisverband erarbeitet. Die Überlegung ist, dass gegebenenfalls die Beratungsstelle pro familia die Trägerschaft der Einrichtung übernehmen wird. Die Finanzierung des Projektes muss noch geklärt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro jährlich.

 

Die Beteiligten sind aber zuversichtlich, dass es Lösungen für die Finanzierung geben wird, an der sich unter anderem Kreis und Stadt beteiligen werden. Außerdem sind Förderanträge bei Stiftungen gestellt und es laufen Gespräche mit möglichen Fördergebern wie zum Beispiel den Krankenkassen und den Gesundheitsministerien auf Landes- und Bundesebene.

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